Planning a PV system – step-by-step instructions

Planning a PV system – step-by-step instructions

in May 30, 2026

PV-Anlagen machen von Strompreisen unabhängiger, liefern nachhaltige Energie und schonen Ressourcen. Damit das gelingt, kommt es auf die richtige Solaranlage, passend zu Strombedarf, Standort und Budget an. Um eine erfolgreiche PV-Anlage selber zu planen, ist ein verlässlicher Partner hilfreich. Wir erklären, wie eine gründliche PV-Planung aussieht und wie Sie Ihre individuelle Komplettlösung finden.

Schritt 1: Den eigenen Energiebedarf und Stromverbrauch kennen

Mit einer PV-Anlage gehen komplexe Vorüberlegungen einher. Vor allem, wenn Sie selbstständig Ihre Solaranlage planen wollen. Möchten Sie die eigentliche Umsetzung lieber Experten überlassen, Ihre Anforderungen jedoch genau kennen, dann gehen Sie folgt vor:

Stromverbrauch analysieren

Analysieren Sie Ihren Stromverbrauch und Ihre Stromkosten der letzten fünf Jahren. So erhalten Sie einen Überblick über die Entwicklung Ihres Stromverbrauchs und Ihrer Stromkosten pro kWh.

Energiebedarf bestimmen

An Ihrem Stromverbrauch erkennen Sie Ihren Energiebedarf. Zur Orientierung:

  • 2-Personen-Haushalte: ca. 3.000 kWh im Jahr
  • 4-Personenhaushalte: ca. 4.500 kWh im Jahr

Beziehen Sie auch geplante Anschaffungen wie E-Fahrzeuge mit ein, die sich auf den Bedarf auswirken werden.

Eigenverbrauch und Einspeisung definieren

Aus Ihrem Energiebedarf leiten Sie ab, wieviel Sie davon mit Solarstrom abdecken möchten und wieviel kWp dafür nötig sind.

  • 10 kWp Anlage: Jahresertrag ca. 10.000 kWh
  • Ohne Speicher: bis zu 40 % Eigenverbrauch
  • Mit Speicher: bis zu 75 % Eigenverbrauch

Je mehr Eigenverbrauch die Anlage abdeckt und je weniger Netzstrom Sie brauchen, desto rentabler.

Ertrag und Einspeisevergütung 2026

Überschüssigen Solarstrom speisen Sie in das Stromnetz ein und erhalten dafür eine Einspeisevergütung nach EEG 2026: aktuell ca. 7,20 Cent pro kWh.

Beispielrechnung 2026:
2.500 kWh eingespeister Strom × 0,072 € = 180 € jährliche Einnahmen

Schritt 2: Eine Standortanalyse und Flächenprüfung durchführen

Fast wichtiger als Ihr Energiebedarf ist die Frage, wo und wie die Montage erfolgen soll. Neben dem klassischen Hausdach bieten Freiflächen oder Parkplätze ideale Voraussetzungen für moderne Solarcarports. Dies bestimmen vor allem diese fünf Aspekte:

Verfügbare Fläche (Dach & Stellplatz)

Von Größe und Ausrichtung der Fläche hängt maßgeblich die Wirtschaftlichkeit und Dimensionierung Ihrer PV-Anlage ab. Als Faustregel gilt:

  • 1 kWp benötigt ca. 5 m² Fläche
  • Ab 10 kWp: ca. 50 m² Gesamtfläche erforderlich (entspricht etwa der Dachfläche eines Einfamilienhauses oder 2–3 Pkw-Stellplätzen für einen Solarcarport)

Besonderheit: Standortanalyse für Solarcarports

Wenn Sie die Installation eines Solarcarports auf Ihrem Parkplatz oder Grundstück planen, müssen im Vorfeld spezifische bauliche Bedingungen geprüft werden:

  • Fundament und Bodenbeschaffenheit: Im Gegensatz zur Dachmontage erfordert ein Solarcarport ein solides Beton- oder Schraubfundament, das die Traglast der Aluminium- oder Stahlkonstruktion sicher aufnimmt.
  • Einfahrthöhe und Stellplatzmaße: Die Konstruktion muss auf die Fahrzeugtypen (Pkw, SUV oder Transporter) und die nötige Rangierfreiheit abgestimmt sein.
  • Zufahrt und Kabelwege: Prüfen Sie den optimalen Leitungsweg vom Stellplatz zum Hausanschlussraum bzw. zum Wechselrichter und der geplanten Wallbox.

Ausrichtung und Neigung

Die Idealbedingung für PV-Module ist eine Süd-Ausrichtung mit 30 bis 40 Grad Neigungswinkel. Bei Ost-West-Ausrichtungen ist eine Neigung von 0 bis 20 Grad optimal. Moderne Solarcarports nutzen oft flachere Neigungswinkel (ca. 5 bis 15 Grad), um maximale Stabilität und harmonische Optik zu vereinen, während die Module dennoch effizient reinigend wirken.

Flächenanalyse – Dachmontage vs. Solarcarport

Beschaffenheit, Statik und Lasten

Die Tragkonstruktion – ob Hausdach oder Carport-Gestell – muss extremen Witterungsbedingungen standhalten. Bei der Standortanalyse müssen die lokalen **Windlastzonen** und **Schneelastzonen** zwingend berücksichtigt werden, um die statische Sicherheit und eventuelle Zertifizierungen (z. B. CE-Konformität) zu gewährleisten.

Verschattung

Die geographische Lage sowie umliegende Objekte wirken sich direkt auf den Ertrag aus. Achten Sie bei Dächern auf Schornsteine oder Satellitenschüsseln. Bei Solarcarports im Hof- oder Einfahrtsbereich ist besonders auf den Schattenwurf durch das Hauptgebäude, Nachbarhäuser, Bäume oder Straßenlaternen zu achten.

Schritt 3: Die erforderliche Anlagengröße bestimmen

Sie kennen nun Ihren Stromverbrauch und haben die Gebäudesituation analysiert. Jetzt lassen sich die Dimensionierung und Leistung definieren.

  • Deutschland Durchschnitt: 8 bis 15 kWp auf Einfamilienhäusern
  • 5 kWp: ca. 5.000 kWh Jahresertrag
  • 10 kWp: ca. 10.000 kWh Jahresertrag
  • 10 kWp umfassen etwa 23 bis 25 Module

Wichtig: Wählen Sie eine Dimensionierung, die auch einen zunehmenden Eigenverbrauch abdecken kann. Größere Anlagen sind wirtschaftlicher und amortisieren sich schneller.

Schritt 4: Die richtigen Komponenten auswählen

Wechselrichter

Das Herzstück jeder PV-Anlage. Er wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um, steuert die Anlage und schützt vor Überlastungen. Der Wirkungsgrad sollte zur kWp-Leistung passen.

Verkabelung

Witterungs-, temperatur- und UV-beständig. Der Anschluss an das Stromnetz darf nur durch eingetragene Elektriker erfolgen.

Optionale Komponenten

  • Speicher: Bei 10 kWp empfiehlt sich ein 10 kWh-Speicher
  • Wallbox: Pro Wallbox zusätzlich 2,5 kWp PV-Leistung kalkulieren
  • Mess-Systeme: Zweirichtungszähler für korrekte Abrechnungen
Komponenten einer PV-Anlage – Wechselrichter, Speicher, Wallbox

Schritt 5: Wirtschaftlichkeitsprüfung durchführen

Bei optimalen Bedingungen amortisieren sich 8 bis 15 kWp Anlagen in etwa 8 bis 11 Jahren. Mit Speicher beträgt die Amortisationszeit 10 bis 15 Jahre.

Beispiel:
10 kWp PV-Anlage inkl. Speicher und Montage (ca. 20.000 €)
Bei 60 % Eigenverbrauch amortisiert sie sich in etwa 8 Jahren.

Schritt 6: Genehmigungen einholen und rechtliche Anforderungen erfüllen

  • Baugenehmigungen: Meist nur bei denkmalgeschützten Gebäuden
  • Registrierung beim Netzbetreiber und Marktstammdatenregister: Pflicht
  • Anmeldungen beim Finanzamt: Hängt von Gewinn und Art ab
  • EEG-Vorgaben: Erforderlich für Einspeisevergütung

Alternativ: PV-Anlage von Experten planen lassen

Von einer eigenständigen Planung und Umsetzung wird oft abgeraten – Herstellergarantien setzen eine fachgerechte Installation voraus.

Experten übernehmen Planung, Montage, Inbetriebnahme und Nachbetreuung – weniger Aufwand, optimale Lösung aus einer Hand.

Haben Sie konkrete Fragen zu Ihrem Projekt?

Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich – zu Standort, Größe, Statik und Förderung.

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FAQ

1. Wie viel Photovoltaik-Leistung (kWp) und Fläche benötige ich für meinen Haushalt?
Als Faustregel gilt: 1 kWp Leistung benötigt etwa 5 m² Fläche. Für ein typisches Einfamilienhaus oder einen Solarcarport mit 2–3 Pkw-Stellplätzen wird oft eine 10 kWp Anlage (ca. 50 m² Gesamtfläche) empfohlen. Diese erzeugt pro Jahr rund 10.000 kWh Strom und kann den Bedarf eines typischen 2- bis 4-Personen-Haushalts (ca. 3.000 bis 4.500 kWh/Jahr) inklusive zukünftiger Anschaffungen wie E-Fahrzeuge optimal abdecken.
2. Lohnt sich ein Stromspeicher und wie hoch ist der Eigenverbrauch im Jahr 2026?
Ja, ein Speicher erhöht die Rentabilität Ihres Systems deutlich. Ohne Speicher können Sie bis zu 40 % Ihres Solarstroms selbst verbrauchen. Mit einem passenden Stromspeicher (z. B. ein 10 kWh Speicher bei einer 10 kWp Anlage) steigt Ihr Eigenanteil auf bis zu 75 %. Überschüssiger Strom wird gemäß EEG 2026 mit aktuell ca. 7,20 Cent pro kWh vergütet und in das öffentliche Netz eingespeist.
3. Was muss bei der Standortanalyse für einen Solarcarport besonders beachtet werden?
Im Vergleich zur klassischen Dachmontage erfordert ein Solarcarport eine Prüfung spezifischer baulicher Bedingungen:
1.Fundament & Statik: Ein solides Beton- oder Schraubfundament ist zwingend erforderlich, um die Traglast der Aluminiumkonstruktion sicher aufzunehmen. Zudem müssen lokale Wind- und Schneelastzonen berücksichtigt werden, um die statische Sicherheit zu gewährleisten.
2.Maße & Wege: Die Einfahrthöhe und Stellplatzmaße müssen zu den Fahrzeugen passen. Zudem müssen die optimalen Kabelwege vom Stellplatz zum Hausanschlussraum bzw. zur Wallbox geplant werden.
3.Verschattung: Achten Sie besonders auf den Schattenwurf durch das Hauptgebäude, Nachbarhäuser, Bäume oder Straßenlaternen im Hof- und Einfahrtsbereich.
4. Wie lange dauert die Amortisation einer PV-Anlage und kann ich die Planung selbst übernehmen?
Unter optimalen Bedingungen amortisieren sich PV-Anlagen von 8 bis 15 kWp ohne Speicher in etwa 8 bis 11 Jahren (mit Speicher ca. 10 bis 15 Jahre). Obwohl Sie die Vorplanung selbst durchführen können, wird von einer eigenständigen Montage abgeraten. Für Herstellergarantien und die gesetzlich vorgeschriebene Netz-Anmeldung ist eine fachgerechte Installation durch Experten (wie eingetragene Elektriker) erforderlich. Eine Komplettlösung aus Expertenhand minimiert Ihren Aufwand und sichert maximale Erträge.