Worauf achten Sie bei der Auswahl eines Solarcarports?

Worauf achten Sie bei der Auswahl eines Solarcarports?

in Juli 20, 2026

Die Strompreise in Deutschland gehören seit Jahren zu den höchsten in Europa, und die Einspeisevergütung nach dem EEG sinkt kontinuierlich weiter. Für private Hausbesitzer wird es damit zunehmend attraktiver, selbst erzeugten Solarstrom direkt im eigenen Haushalt zu verbrauchen, anstatt ihn zu geringen Sätzen ins Netz einzuspeisen. Genau hier setzt der Solarcarport an: Er schützt Fahrzeuge zuverlässig vor Witterung, Hagel und UV-Strahlung und erzeugt gleichzeitig auf derselben Fläche Solarstrom für den Eigenverbrauch – ein klassisches Beispiel für Doppelnutzung von Grundstücksfläche.

Ob als Neubau eines Solarcarports oder als Umbau eines bestehenden Carports zum Carport mit Solardach – Größe, Statik, Fundament, Modulwahl und Netzanbindung entscheiden gemeinsam über Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit der Anlage. Ecosolarcarport bietet Ihnen dafür ein durchdachtes Aluminium-Baukastensystem – von der Einzelstellplatzlösung bis zur individuellen Sonderanfertigung – und begleitet Sie im Folgenden Schritt für Schritt durch alle relevanten Entscheidungspunkte.

Schritt 1: Die passende Variante des Solarcarports auswählen

Am Anfang jeder Planung steht die Frage nach Größe und Ausgangssituation. Ecosolarcarport bietet dafür vier grundlegende Varianten an:

Einzel-Stellplatz Solarcarport

Einzel-Stellplatz Solarcarport

Kompakte Lösung für ein Fahrzeug, geringer Platzbedarf und schnelle Montage – der klassische Einstieg für Einfamilienhäuser.

Doppel-Stellplatz Solarcarport

Doppel-Stellplatz Solarcarport

Platz für zwei Fahrzeuge und deutlich mehr Modulfläche – höherer Energieertrag für den Eigenverbrauch der Familie.

Individuell maßgeschneiderter Solarcarport

Individuell maßgeschneiderte Größe

Planung nach Grundstückszuschnitt, Fahrzeuganzahl oder besonderen räumlichen Anforderungen – vollständig auf Ihr Zuhause abgestimmt.

Nachrüstung bestehender Carports mit Solardach

Nachrüstung bestehender Carports mit Solardach

Ein vorhandener Carport lässt sich nachträglich mit Solarmodulen ausstatten – häufig die wirtschaftlichste Lösung für Bestandsimmobilien.

Schritt 2: Rahmenbedingungen & Baugenehmigung

Punktfundamente Solarcarport Ecken
Abb.: Rahmenbedingungen & Baugenehmigung für Solarcarport

Bevor der Solarcarport geplant wird, lohnt sich ein Blick auf die baurechtlichen Rahmenbedingungen vor Ort:

Rechtlicher Hinweis

Wenn die Bebauungsplanung es zulässt, die Fläche des Solarcarports maximal 30 Quadratmeter beträgt und die Wandhöhe nicht über 3 Meter liegt, entfällt in den meisten Fällen eine Baugenehmigung.

Achtung: Die Regelungen variieren je Bundesstaat, empfehle ich eine kurze Recherche zu den Vorschriften Ihres jeweiligen Bundeslands.

Schritt 3: Kostenvorteile bei der Fundamenterstellung

Punktfundamente Solarcarport Ecken
Abb.: Punktfundamente für Solarcarport

Unsere Solarcarports nutzen standardmäßig Punktfundamente an vier Ecken. Dies ist die einfachste und kostengünstigste Lösung für private Haushalte, das Fundament kann auch selbst verlegt werden.

Plattenfundamente oder Streifenfundamente eignen sich hingegen eher für gewerbliche Anwendungen, erfordern aber deutlich mehr Aufwand und Kosten.

Schritt 4: Welche Solarmodule eignen sich für Solar auf Carport?

Vollflächige Solarmodule auf Carportdach
Abb.: Solarmodule auf Solarcarport Dach

Wenn das Dach des Solarcarports vollständig mit Solarmodulen belegt wird, empfehlen sich Doppelglas-Module. Diese nutzen zusätzlich das rückseitig einfallende Streulicht und erhöhen so den gesamten Stromertrag.

Technischer Hinweis

Hinweis zum Dachglas nach DIBt und DIN 18008: Für als Dach genutzte Solarmodule ist eine entsprechende Dachzulassung verpflichtend.

Alternativ kann ein Sicherheitsnetz installiert werden – dadurch lassen sich auch Module ohne separate Dachzulassung verbauen. Es gibt also zwei praktische Lösungen:

1Zugelassene Doppelglas-Solarmodule
2Farbmetall-Dachbleche

Schritt 5: Direkte Einspeisung ins Hausnetz mit Solarmontagesystem

Solarsystem Wechselrichter Speicher Wallbox
Abb.: Hausnetz Einspeisung Solarcarport

Im Idealfall wird der vom Solarcarport erzeugte Strom über einen Wechselrichter direkt ins Hausstromnetz eingespeist. Bei Bedarf kann zusätzlich ein Batteriespeicher zur Zwischenspeicherung verwendet werden.

Ein Doppelstellplatz-Carport kann eine Leistung von bis zu 7 Kilowatt erzeugen. Dieser Strom deckt den Haushaltsbedarf ab, überschüssige Energie lädt Elektroautos per Wallbox.

bis 7 kW
Leistung, Doppelstellplatz
1 Dach
Stellplatz & Stromerzeugung vereint
Wallbox‑fähig
Überschuss für E‑Fahrzeuge

Von der passenden Stellplatzgröße über die baurechtlichen Rahmenbedingungen bis hin zu Fundament, Modulwahl und Netzanbindung – wer diese fünf Schritte kennt, plant seinen Solarcarport rechtssicher und wirtschaftlich sinnvoll. Weitere Produktdetails und Ausführungen finden Sie bei Ecosolarcarport.

Häufig gestellte Fragen

Die wichtigsten Fragen zu Größe, Genehmigung, Fundament, Modulwahl und Netzanbindung eines Solarcarports bzw. eines Carports mit Solardach im Überblick.

1. Wie groß darf ein Solarcarport ohne Baugenehmigung sein?

In den meisten Bundesländern entfällt die Baugenehmigungspflicht, wenn der Bebauungsplan das Vorhaben grundsätzlich zulässt, die Grundfläche des Solarcarports maximal 30 Quadratmeter beträgt und die Wandhöhe 3 Meter nicht überschreitet.

Da sich die genauen Vorschriften je Bundesland unterscheiden können, empfiehlt sich vor Baubeginn eine kurze Recherche zu den Regelungen Ihres jeweiligen Bundeslandes – das gilt sowohl für einen Neubau als auch für den Umbau eines bestehenden Carports zum Carport mit Solardach.

2. Welche Fundamentart ist für einen privaten Solarcarport am wirtschaftlichsten?

Für private Haushalte sind Punktfundamente an den vier Ecken die einfachste und kostengünstigste Lösung. Sie lassen sich mit überschaubarem Aufwand verlegen und können in vielen Fällen sogar in Eigenleistung erstellt werden.

Platten- oder Streifenfundamente bieten zwar eine höhere Tragfähigkeit, sind jedoch mit deutlich mehr Material- und Kostenaufwand verbunden und eignen sich daher eher für gewerbliche Solarcarport-Projekte.

3. Brauchen Solarmodule auf dem Dach eines Solarcarports eine spezielle Zulassung?

Ja. Wird die Dachfläche vollständig durch Solarmodule gebildet, gelten sie nach DIBt und DIN 18008 als Überkopfverglasung – für solar auf Carport ist in diesem Fall eine entsprechende Dachzulassung verpflichtend. Empfehlenswert sind hier Doppelglas-Module, da sie zusätzlich das rückseitig einfallende Streulicht nutzen und den Ertrag erhöhen.

Alternativ kann ein Sicherheitsnetz unter der Modulebene installiert werden. Damit lassen sich auch Module ohne separate Dachzulassung verbauen, etwa in Kombination mit Farbmetall-Dachblechen als zweite praktikable Lösung.

4. Wie wird der vom Solarcarport erzeugte Strom im Haus genutzt?

Über ein passendes Solarmontagesystem und einen Wechselrichter wird der erzeugte Strom im Idealfall direkt in das Hausstromnetz eingespeist. Bei Bedarf lässt sich zusätzlich ein Batteriespeicher zur Zwischenspeicherung einbinden, um den Eigenverbrauchsanteil weiter zu erhöhen.

Ein Doppelstellplatz-Solarcarport kann eine Leistung von bis zu 7 Kilowatt erzeugen – das deckt einen Großteil des Haushaltsbedarfs ab. Überschüssiger Strom kann zudem über eine Wallbox unmittelbar zum Laden eines Elektrofahrzeugs genutzt werden.

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